Dieser Sieg war extrem wichtig, das Tabellenende war zuletzt immer näher an uns rangerückt. Doch der Glubb hat sich am eigenen Kragen aus dem Sumpf herausgezogen – wenn auch glücklich. Der 1.FC Nürnberg gewinnt nach verspielter 2:0-Führung doch nicht mit 3:2 bei Holstein Kiel und kann nun etwas durchatmen. Dennoch muss darüber gesprochen werden, wie man einen Gegner erst an die Wand spielt, führt und dann wie ein Kaninchen vor der Schlange gar nichts mehr zusammenbekommt. Und natürlich müssen wir auch über den Schiedsrichter sprechen, der zumindest keine Aktionen voreilig abgepfiffen hat.Â
Das Spiel startete erst abwartend und mit Fernschüssen der Hausherren. Dann die erste Offensivaktion der Nürnberger in der 8. Minute: Yilmaz flankt auf Zoma, der sich dreht und abzieht. Sein Schuß landet an der Hand von Tolkin. Erinnerungen an Cucurella aus dem EM-Viertelfinale 2024 Deutschland-Spanien kamen hoch. Doch Kampka winkt schnell ab. So eindeutig war das für mich nicht.
Dann verstolpert Markhiev am eigenen 16er den Ball und spielt ungewollt einen Laufpass auf Kapralik, der alleine auf Reichert zuläuft und abschließt. Zum Glück kann Reichert parieren. Leute!
Dann die 14. Minute und ein Bilderbuchkonter des FCN: Nzingoula schickt Zoma auf der rechten Seite, der sich im Laufduell gegen Ivezic durchsetzt und flach vors Tor passt, wo Justvan einläuft und aus sechs Metern ins kurze Eck einschiebt! TOOOR! 0:1! Jawoll, Männer! Das sah mal geschmeidig aus!
Jetzt war Kiel sichtlich geschockt und der Glubb konnte immer wieder zu Aktionen kommen. In der 22. Minute befreit sich der Glubb in der Defensive, Baack schickt Lubach, der den Ball gleich in die Mitte in den Lauf von Justvan spielt, der den Ball mitnimmt und passgenau ins lange Eck einschiebt! TOOOR! Wahnsinn! So einfach kann Fussball sein! Und endlich nutzt man mal den Schock des Gegners und das Momentum aus!
Doch plötzlich wird Kiel wütender in den Aktionen. Markhiev verliert wieder einen Ball und Kapralik prüft wieder Jan Reichert.Â
Nur 3 Minuten später wird eine Flanke von der rechten Seite nicht unterbunden, Yilmaz verliert das Kopfballduell mit Bernhardsson, der den Ball per Kopf vor das Tor befördert, wo Kapralik völlig frei steht und unbedrängt einnetzen kann. 1:2.
In der 34. Minute ein Eckball für den Glubb und unsere Jungs warteten mit einer Variante auf! Nzingoula passt auf Lubach, der wieder für Nzingoula prallen lässt, letzterer flankt vor das Tor auf Buchmann, der per Kopf Weiner zu einer Glanzparade zwingt. Oh, das wärs etz gewesen.
Dann die 37. Minute und Nzingoula mit einer Chance, prallt aber mit dem Torwart zusammen. Ein riesen Theater, doch der Ball war nun mal frei. Zum Glück bekam Nzingoula hier keine Gelbe Karte, denn das wäre Gelb-Rot gewesen. Also war klar, dass er trotz guter Leistung wohl in der Kabine bleiben müsste. FunFact: Der Kieler Schwab bekam hier die Gelbe, obwohl er nicht auf dem Platz stand.
Einige Augenblicke später bekommt Lochishvilli einen Schlag ins Gesicht – und das im Strafraum. Keiner greift ein, obwohl ich dachte, dass Treffer im Gesicht immer gepfiffen werden müssen? Aber was weiß ich schon. 😉
Doch es war noch nicht Pause. Nachspielzeit von 8 Minuten wird angezeigt. Der FCN plötzlich sehr lethargisch. In der Nachspielzeit muss Reichert ein ums andere Mal Kopf und Kragen riskieren. Nürnberg auch im Glück, dass der Kieler Zec völlig frei vor dem Tor an selbigen vorbeischießt.
Immer noch nicht Pause. 45 + 8 und Bernhardsson kommt wieder zur Flanke und die ganze Hintermannschaft schläft, so dass Davidsen per Flugkopfball zum 2:2 treffen kann. Darf doch nicht wahr sein!
Nach der Pause kam Maboulou ins Spiel für den Gelb-Rot gefährdeten Nzingoula. Die FCN nun wie leblos. Man kam nicht mehr über die Mittellinie.
In der 64. Minute ist es wieder der umtriebige Bernhardsson, doch Reichert kann seinen Schuß erneut parieren. Danach muss auch Lubach vom Feld, da ebenfalls Gelb-Rot gefährdet.
Erst in der 70. Minute kommt der Glubb wieder etwas nach vorne, vielleicht weil Bernhardsson verletzt ausgewechelt wurde.
Dann die 72. Minute: Der eingewechselte Becker steckt bei einem Konter durch für Zoma, der nicht in die Mitte passt, sondern sich in den Strafraum drippelt. Er zieht bis zum Elfmeterpunkt und zieht dann ab. Der Ball zischt flach ins rechte Eck! TOOOR! Wahnsinn! 2:3! Aus heiterem Himmel! Stark gemacht!
Nun wirft Kiel alles nach vorne und der FCN rührt Beton an: Für Justvan kommt Mkrtchyan ins Spiel. Alle Zeichen auf Ergenis über die Zeit retten!
In der 84. haben die Kieler die mega Chance zum Ausgleich, doch Skrzybski setzt den Ball über den Winkel in die Wolken! In der 86. Minute wurde Maboulou gegen Scobel wieder ausgewechselt…
Danach hatte der Glubb die Störche im Griff und nach 5 Minuten Nachspielzeit kam endlich der Schlusspfiff! AUSWÄRTSSIEG!
Fazit:
Die Erleichterung überwiegt die Kritik am Spiel. Wir sind nicht mehr die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga. Aber warum ist eine 2:0-Führung beim Glubb immer ein “wackliges Ergebnis” und ein 2:0-Rückstand nicht mehr aufzuholen. Das ist doch echt eigenartig beim FCN.
Statistik: Tore 2:3, Torschüsse 21:9, Ballbesitz 62:38%, Zweikampfquote 42:58%, Ecken 7:1, xGoals 3,28:1,22. Tja, die wichtigste Statistik ist und bleibt die der erzielten Tore! Aber die Zweikampfquote will ich hier auch lobend erwähnen. Sicherlich ein Grund für den Sieg?
Mich würde interessieren, wie Maboulou die “Höchststrafe” der Ein- und Auswechslung verklickert hat. Und Tarek Buchmann kam zu seinem Debüt und machte seine Sache echt gut, hätte fast ein Tor erzielt. Ein Punkt für Chatzialexiou. 😉
RelVoSprung -15/+7
Das obere Tabellendrittel konnte allesamt nicht gewinnen, dafür räumen die ehemaligen Schlusslichter Fürth und Dresden ordentlich auf! Unglaublich!
Die Westvorstadt konnte Elversberg mit 2:0 besiegen und holte nun 10 Punkte aus den letzten 4 Spielen und Platz 14. Wie geht denn sowas? Dresden steht dem in nichts nach: Heute gab es einen 6:0-Sieg gegen Münster und Platz 12!? Unglaublich.
Tabellenletzter bleibt Magdeburg trotz eines beachtlichen 1:1 gegen Darmstadt hinter Kiel, denen droht in die 3. Liga durchgereicht zu werden, und Preussen Münster.
An der Spitze ändert sich ebenfalls nix. Schalke trotz einer verspielten 2:0-Führung gegen Hannover auf eins, vor Darmstadt und Elversberg.
Fans:
Das was wieder grandios! Kiel ist nun wirklich nicht der nächste Weg und es ist der Gästeblock rappelvoll und auch die Blöcke daneben sind rot-schwarz unterwandert. Allerdings nahm ich im Gegensatz zum überforderten Sky-Reporter zur Kenntnis, dass es womöglich medizinischen Notfall gab, denn in Halbzeit 1 war es für ziemlich lange Zeit extrem ruhig im Stadion. Hab aber im Netz nichts dazu gelesen…
Als es dann wieder lauter wurde im Stadion, stand es 0:2 und der FCN brach ein. Vielleicht brauchen unsere Jungs einfach ein stilles Stadion? 😉 Nein, ernsthaft, ich finde die Hochachtung der Ultras bei Notfällen sehr anständig.
Nun kommt am nächsten Samstag der 1.FC Kaiserslautern mit einem 3:0-Derbysieg im Rücken ins Max-Morlock-Stadion und im Netz wurde schon bekannt, dass wohl sehr viele Gästefans kommen werden um das Spiel zu einem Heimspiel der Pfälzer zu machen.Â
Egal was im Stadion los sein wird, der FCN muss in jeden Fall weiter punkten, damit das Polster auch so beruhigend bleibt!
Alles für rot-schwarz
Danke für die Bilder, Schätzi
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“Der Glubb ist kein Depp, sondern ein Volldepp”, muss man nach der Vorstellung gegen Düsseldorf sagen. Hatte man nach dem letzten Heimspiel gegen Karlsruhe noch von höheren Tabellenregionen geträumt, so geht es nach zwei desaströsen Auftritten eher nach unten. Der 1.FC Nürnberg verliert gegen Fortuna Düsseldorf nach unterirdischer Leistung mit 0:1 und lässt Trainer wie Fans ratlos zurück. Eigentlich hätte mir das klar sein müssen: Herrliches Wetter, schlagbarer Gegner mit ordentlich Fans dabei, alles bereit für ein Fussballfest – das geht in Nürnberg immer schief.Â
Der erste Schock nach der Aufstellung: Der gefährlichste Stürmer Zoma fiel kurzfristig aus, Maboulou fing neben Grimaldi an. Der nächste Schock nach 6 Minuten, als Gruber verletzt ausgewechselt werden musste. Mkrtchyan kam zu seinem zweiten Einsatz für den FCN.
Dann folgte ein Dauerschock, da nämlich nur der Gast aus Nordrheinwestfalen spielte. In der 13. Minute rettet Reichert vor Lenz, der alleine vor ihm aufgetaucht war. In der 24. ist es wieder die Fortuna, die nach einer Ecke in Form von Tanaka zum Schuss kommt und Reichert zu einer Parade zwingt.Â
Dann eine schöne Kombination über von der Hitz auf der rechten Seite, der sich durchkämpft bis zur Grundlinie, in die Mitte passt, wo (ich glaube) Baack flach ins Tor trifft. Doch Schiedsrichter Gansloweit hatte bereits abgepfiffen und auf Offensivfoul entschieden. Äh, sollen Schiedsrichter nicht immer laufen lassen, damit es später dann der VAR bewertet? Also so eindeutig war die Geschichte ja nicht. Für mich ein Fehler des Schiedsrichters.
Was aber nicht vor dieser Nicht-Leistung ablenken soll. Das “Aufbäumen” der Nürnberger flackert nur kurz auf – Pause.
Wer in Halbzeit zwei dachte, es würde eine Reaktion kommen, würde so enttäuscht wie auch ich. In der 47. eine nette Kombination von Baack mit Justvan, doch der Techniker verzieht den Schuss und Baack kommt doch noch zum Schuss, setzt den Ball aber neben das Tor.
Dann wieder die Fortuna mit einem Schuss am langen Pfosten vorbei, ehe Lenz mit einem Chipversuch an Reichert scheitert, doch dadurch kommt der Ball zu Appelkamp, unmittelbar vor dem Tor ins linke obere Eck wuchtet. 0:1 in der 53. Minute. Das kann nicht Euer Ernst sein!
Sofort danach wechselt Miro Klose den harmlosen Sturm aus und bringt Lubach und Scobel – was man schon zur Pause hätte machen können, aber naja.Â
Endlich mach der FCN Druck! Es spielt sich tatsächlich was in der Düsseldorfer Hälfte ab? Zwar dilettantisch, aber wenigstens machen sie was. Justvan schießt in der 69. Minute sogar mal aufs Tor! Ja, flach und harmlos, aber ein Torschuss.Â
In der 71. Minute kommt Nzingoula für den völlig neben sich stehenden Becker und Henri Koudossou kommt nach seiner langen Verletzung zurück auf den Platz.Â
Schon in der 73. eine dicke Möglichkeit, die Nzingoula aber versemmelt, weil er den Ball nicht trifft. Neuen Minuten später flankt Yilmaz an den zweiten Pfosten, wo Scobel hochsteigt, aber entscheidend beim Kopfball gestört wird.
Doch im direkten Gegenzug zwingt Düsseldorf Reichert wieder zu einer Parade und die Hintermannschaft kann einen Nachschuß verhindern.
In der Nachspielzeit muss Reichert wieder alleine gegen einen Düsseldorfer retten, den Nachschuss setzt Ljubicic über das Tor. Vom Glubb kommt nichts mehr. Heimniederlage.
Fazit:

Bomber Manolo fassungslos
Das war heute “Pleiten, Pech und Pannen”, gepaart mit Lustlosigkeit. Ich verstehe es nicht. Mehrmals gingen Clubspieler nicht zum Ball, sodass ein Düsseldorfer den Ball schnappen konnte, unmöglich. Becker war heute ein Totalausfall, Justvan ebenso, Koudossou brach Laufduelle ab, als wäre er einer aus der “Alte Herren”-Truppe und meinte “da solln die Jungen laufen”… 😉
Statistik: Tore 0:1, Torschüsse 9:17, Ballbesitz 52:48%, Zweikampfquote 50:50%, Ecken 3:5, xGoals 0,64:2,42. Desaströs, Leute. Zuhause so wenig Torschüsse zusammen zu bekommen ist ein Unding.
Natürlich kommen die Klose-Kritiker wieder aus ihren Ecken und schimpfen, aber nach dem Hertha-Spiel und diesem Heimspiel kann man das nachvollziehen. Unmögliche Leistung der Truppe, da muss sich auch ein WM-Rekordtorschütze hinterfragen, was da falschgelaufen ist. Er muss die Truppe auf- und auch einstellen!
RelVoSprung -18/+4
“Etz isses hinten höher wie vorn”, sagt man in Franken, wenns dahingeht. Denn irgendwie checken die Teams vom Tabellenende gerade, dass sie was tun müssen und punkten. So haben wir einen neuen Tabellenletzten. Magdeburg verlor nach großem Kampf in Elversberg und ist nun 18. Davor nun Holstein Kiel, die 2:0 in Darmstadt verloren. Die Westvorstadt gewinnt in Hannover, springt auf den Relegationsplatz und ist nun punktgleich mit Braunschweig (1:1 in Paderborn), Münster (1:2 gegen Hertha verloren) und Dresden (3:3 beim KSC). Allesamt in Schlagdistanz zu unserem Glubb, der offenbar gar nix checkt.
An der Tabellenspitze die Schalker nach einem 1:0 über Bielefeld, vor Darmstadt und Elversberg.
Fans:

Das war Klasse, das Plakate der Düsseldorfer mit “KÄMPFE” sollte aber beim nächsten Spiel im FCN-Block hängen! Von Nürnberger Seite war der Support gut, aber leider auch gegen Ende des Spiels keine Anfeuerung mehr, eher Untermalung des Spiels.
Nach dem Spiel waren wir dann auf dem “fränkisch-italienischen Abend” der Ultras und muss echt meinen Respekt ausdrücken. Was diese Jungs da auf die Beine stellen und organisieren, wie viele Leute da immer mithelfen ist schon der absolute Wahnsinn. Und natürlich war die Auswahl an fränkischen Bieren echt der Hammer! 🙂
Nun muss der Glubb am kommenden Samstag zum Vorletzten nach Kiel und muss dort punkten! Sonst kommt das Tabellenende wieder ein kleines Stück näher. Das darf nicht sein, Leute!
Alles für rot-schwarz
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Was für ein müder Sonntags-Kick, der eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Tja, aber wie so häufig gelingt dem Gegner der LuckyPunch und nicht dem Glubb. Als der FCN seine 100%ige kurz vor dem Ende vergeben hatte, war eigentlich klar, dass sich das rächen würde. Der 1.FC Nürnberg verliert bei Hertha BSC Berlin mit 2:1 und richtet nun wieder seinen Blick nach unten, da die Abstiegsregion näher rückt. Jetzt muss die Truppe zuhause wieder dreifach punkten, um nicht doch noch mal reinzurutschen. Am besten gleich gegen die Fortuna aus Düsseldorf.
Der Beginn der Nürnberger war mit “verhalten” sehr wohlwollend umschrieben. Der erste Aufreger nach 6 Minuten, als von der Hitz einen Querpaß in der eigenen Hälfte zu Reese spielte, der sofort Geschwindigkeit aufnahm und abzog – zum Glück am langen Pfosten vorbei.
Dann die 20 Minute. Ein Abschlag von Reichert kommt Postwendend zurück, Dudziak setzt sich durch und schickt Brekalo steil, dessen Schuß dem mitgelaufenen Lochshvili durch die Beide und genau ins lange Eck geht. 1:0. Keine Chance vor Reichert. Etwas überraschend, denn Hertha hatte bis dahin einen xG-Wert von 0,11.
Dann plätscherte das Spiel dahin, bis von der Hitz in der Nachspielzeit eine Flanke sauber vor das Tor brachte, wo Tom Baack den Ball ins Tor rennen konnte. TOOOR! 1:1! Endlich treffen mal wir aus heiterem Himmel!
Nach der Pause kam Janisch für den (abgesehen von der geilen Vorlage) überforderten von der Hitz. Kopf hoch, Junge, die nächste Chance kommt bestimmt.
Nun aber der FCN aktiver. In der 62. Minute zieht Nzingoula an der Strafraumgrenze entlang und versucht auf die lange Gambl zu schlenzen – knapp drüber. Das wärs gewesen!
In der 74. Minute kann sich Winkler nach einem Steilpass durchsetzen und abziehen, doch Reichert pariert sehenswert!
Dann die Schlussphase und Hertha mit einigen Flanken vor das Nürnberger Tor. Dardai verlängert per Kopf und Becker fast mit einem Eigentor, doch wieder kann Reichert retten.
Nur eine Minute später setzt sich der eingewechselte Scobel auf der rechten Seite durch und passt scharf vor das Tor, wo Zoma einläuft und über das Tor trifft. Scheinbar hat der Herthaner den Ball noch berührt, denn entsprechend emotional feierte es sich für die Rettungstat. Aber es gab keinen Eckball für Nürnberg.
Wie immer, wenn wir 100%ige nicht machen: In der 88. Minute zieht Brekalo von links in den Strafraum rein, Janisch wird weggeblockt und auch sonst greift ihn keiner an, so dass er wunderbar abziehen und das Ding ins lange Eck knallen kann. 2:1.
Der Glubb warf nun alles nach vorne, aber zwingend wurde es nicht mehr. Niederlage.
Fazit:
Da war mehr drin, auch wenn ich sagen muss, dass ich nach dem Ausfall von Lubach und Markhiev mit einem schlechteren Spiel gerechnet hätte. Von der Hitz kam heute an seine Grenzen, aber er wird daraus lernen. Grimaldi dagegen war in Halbzeit 1 ein Totalausfall und wird das wohl nicht mehr lernen. Umso schöner, dass Klose heute wieder eher gewechselt hat. v.d.Hitz zur Pause und Grimaldi in der 62. Minute. Da können die neuen wenigstens noch was bewirken.
Statistik: Tore 2:1, Torschüsse 14:5, Ballbesitz 54:46%, Zweikampfquote 56:44%, Ecken 3:6, xGoals 0,86:0,88. Tja, das spricht eine etwas andere Sprache, als dass hier mehr drin gewesen wäre. Aber klar, wenn ich davon ausgehe, dass Zoma die 100%ige machen muss, dann muss Winkler das auch – und dann bleibt es bei einer Auswärtsniederlage.
Nun muss gegen Düsseldorf ein Heimsieg her. Denn es nur noch 5 Punkte zum Relegationsplatz….
RelVoSprung -15/+5
Keine Änderungen an Spitze und Ende, denn die beiden spielten ja gegeneinander. 😉 Nach dem 1:1 der Schalker in Fürth bleiben die Königsblauen Spitzenreiter und die Westvorstadt behält die rote Laterne.
Denn Darmstadt verlor in Dresden mit 3:1 und rutschte auf den 3. Platz ab, Paderborn rückte nach dem 2:1-Sieg in Lautern auf den 2. Platz vor.
Dresden ist mit dem Sieg erstmal auf Platz 14 geklettert, aber punktgleich mit der Relegation, auf der nun Braunschweig, nach einem 1:2 zuhause gegen Münster steht. Vorletzter nun Magdeburg nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den KSC.
Die Tabelle hat nur einen “Bruch” und der liegt zwischen Platz 7 (Hertha 37 Punkte) und Platz 8 (KSC 33 Punkte). Das bedeutet, wir gehören zur unteren Hälfte, die durchaus noch in Abstiegsnöte kommen könnte.
Fans:
Eine ganz starke Choreo! Wäre doch nur die Mannschaft so stark wie ihre Fans, dann wäre der FCN in der ersten Liga. Aber das habe ich auch schon häufiger geschrieben. Es waren 6.000 Glubberer, die mit in die Hauptstadt gereist sind und für tolle Bilder und gute Stimmung gesorgt haben.
Die Heimfans auch in ordentlicher Zahl, aber mit dem dümmsten Fan-Song aller Zeiten, sorry. Dieses “Nur nach Hause” ist eine geklaute Melodie (Rod Steward – Sailing), der Verein hat nix davon. Nur dass es von Frank Zander gesungen wird, finde ich ganz nett.
Jetzt steht am kommenden Samstag das Heimspiel gegen Düsseldorf an und wie oben schon geschrieben, muss ein Sieg her. Am liebsten wäre mir ein überzeugender Heimsieg! Und dass Ihr am nächsten Tag, am 8. März alle schön zum Wählen geht. Denn merke: Wer nicht wählen geht, braucht nicht meckern!
Alles für rot-schwarz
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Der FCN tut sich weiterhin auswärts schwer, fast möchte man sagen: Wenigstens nicht verloren. Aber mit etwas mehr Mut wäre ein Sieg drin gewesen. Aber die alte Hans-Meyer-Schule sagt: Auswärts ein Punkt und zuhause gewinnen. So gesehen sind wir auf Kurs. Der 1.FC Nürnberg spielt beim VFL Bochum 1:1-Unentschieden und wartet mit einer Besonderheit auf: Torschütze Zoma machte sein ersten Treffer in der Fremde. Das FCN-Fanradio bezeichnete ihn schon als “Heimschei**er”, frei nach dem Film “American Pie”. Aber das ist ja jetzt vorbei, auch wenn der Gag echt gut war. 😉
Der FCN brauchte etwas, bis er in Bochum ins Spiel fand. Die Heimmannschaft hatte die erste dicke Möglichkeit, aber Marshall köpft zum Glück knapp über das Tor (14. Minute). Nur 8 Minuten später versuchte er es mit den Fuss und zielte auch knapp am linken Pfosten vorbei.
In der 25. Minute wollte Markhiev wohl sein Team mitreissen, doch sein Reissen am Marshalls Trikot brachte ihm die 10. Gelbe Karte ein, damit fehlt er im nächsten Spiel gegen Hertha.
Nach einer halben Stunde kam der FCN dann langsam in die Partie, ohne zwingend zu werden.
Dann die 38. Minute und Nzingoula erobert den Ball und der Glubb mit gutem Umschaltspiel. Der Ball kommt zu Baack, der scharf und flache vor das Tor, wo Zoma einläuft und den Ball ins linke Eck setzt. TOOOR! 0:1! Sehr geil gespielt und endlich machen wir mal einen Treffer aus “heiterem Himmel”!
Nach der Pause versucht Nürnberg nachzulegen, aber wieder nicht zwingend. In der 52. Minute muss Nzingoula verletzt vom Feld. Das wäre bitter, er hat sich schon gut in die Mannschaft integriert und war zuletzt an einigen Toren beteiligt.
In der 58. Minute Lochoshvili mit einem guten Kopfball nach einer Ecke, doch Horn kann parieren. Nur 2 Minuten später Zoma mit einer Schussmöglichkeit, doch leider rechts am Tor vorbei.
Dann die 69. und Bochum mit einer Möglichkeit, doch Reichert pariert sehenswert. Wieder nur 2 Minuten später ein Schuß von Marshall und der Ball geht Lochoshvili an den ausgestreckten Arm. Klarer Elfmeter. Onyeka läuft an und lässt Reichert keine Chance. 1:1.
Jetzt wackelt der Glubb und Klose versucht mit frischen Offensivkräften für Entlastung zu sorgen. Der Plan ging auf, Bochum kam zu keinen Möglichkeiten mehr.
In der Nachspielzeit aber erst wagt sich der FCN noch mal nach vorne, doch Justvans Schuss wird pariert und Scobels Abschluß geht weit am Tor vorbei. Aus.
Fazit:
Mit mehr Mut wäre hier ein Sieg drin gewesen. Diese Offensivaktionen in der Nachspielzeit hätten früher und vor allem häufiger kommen müssen. Aber scheinbar war die Verletzung von Nzingoula ein Bruch im Spiel des FCN. Würde er länger ausfallen, hätte man schon im nächsten Spiel ein Problem, das Markhiev und Lubach gesperrt sind.
Erfreulich für mich aber, wie sich Baak wieder eingebracht hat und sogar einen Scorerpunkt verzeichnen konnte – er wurde ja schon als Fehleinkauf abgestempelt. Ich mag einfach seine “Ralf Dusend“-Vibes. 😉 Und ja, natürlich Zoma mit seinem 9. Treffer. Klasse der Junge.
Statistik: Tore 1:1, Torschüsse 8:9, Ballbesitz 52:48%, Zweikampfquote 43:57%, Ecken 3:3, xGoals 1,5:1,17. Hier ist es wichtig die Statistik richtig zu lesen, denn der xGoals-Wert von 1,5 von Bochum ist nur aufgrund des Elfmeters so hoch. Ohne den stünden hier eine weit bessere Zweikampfquote und mehr Torschüsse zu buche. Also wäre mehr drin gewesen bei diesem Auswärtsspiel.
RelVoSprung -14/+7
Immerhin konnten wir uns mit dem Punkt aus Bochum etwas mehr von der Abstiegsregion entfernen, die mit Magdeburg auf 16 (5:3-Niederlage auf Schalke) beginnt. Fürth hatte mit einem überraschenden 2:1-Sieg gegen Bielefeld die rote Laterne an Dresden abgegeben, doch Dynamo holte in Hannover ebenfalls überraschend ein 0:0 und bleibt daher auf 17.
An der Spitze stehen weiter die Schalker nach dem beeindruckenden 5:3-Sieg gegen Magdeburg, vor Darmstadt (2:1 gegen Düsseldorf) und Elversberg (3:1 gegen Braunschweig).
Fans:
Viele Gästefans am Freitagabend im Bochumer Vonovia-Ruhrstadion dabei, Respekt. Die mitgereisten Schlachtenbummler machten auch gut Stimmung und zündeten wieder viel Pyrotechnik. Vielleicht denken die Ultras, dass der 5:1-Erfolg gegen den KSC aufgrund der sehenswerten Pyroshow entstand und wollten den Effekt wieder erzeugen. Leider war das nicht der Fall und es wird wieder einiges an Strafen auf dem Glubb zukommen.
Nun muss der FCN am kommenden Sonntag bei Hertha BSC ran, eine Woche vor der Kommunalwahl. Das ist sicherlich kein aussichtsloses Unterfangen, da die Berliner zwar etwas weiter oben in der Tabelle stehen, zuletzt aber drei Niederlagen in Folge einstecken mussten. Bleibt abzuwarten, ob der Glubb die Ausfälle und Sperren kompensieren kann. Wir drücken die Daumen!
Alles für rot-schwarz
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Mit dem Wortspiel hab ich das Zeug zum BILD-Redakteur. 😉 Was für ein Spiel, was für ein Sieg! Der 1.FC Nürnberg macht nach den vielen vergebenen Torchancen der letzten Woche heute mal gefühlt jede zweite Möglichkeit rein und schlägt den Karlsruher SC mit 5:1. Einen Tag nach der Verkündung von Trainer Kloses Vertragsverlängerung schießt sich der FCN den Frust von der Seele. War der Glubb so gut, oder der KSC so schlecht, wird man sich nun fragen. Wissen wird man das erst in ein paar Wochen, denn heute ist erstmal feiern angesagt!
Nach einer Anfangsphase, in der es hin und her geht, spielt sich der Glubb langsam in der Hälfte der Badener fest, ohne jedoch zwingend zu Chancen zu kommen. Dann die 25. Minute und Grimaldi, der heute statt Scobel von Beginn an ran durfte, kommt zum Abschluss, doch Bernat klärt. Zoma kann abstauben, doch auch der Schluss wird geblockt, bis endlich Julian Justvan den Ball ins linke Eck schiebt. TOOOR! 1:0! Klasse, Männer!
Aber dieses Tor war irgendwie komisch, man merkte nicht, wann den Ball richtig im Netz war. “Ein eigenartiger Torjubel”, beschwerte ich mich. Nur 3 Minuten später kontert der FCN schnell auf Grimaldi, der den Ball auf die linke Seite legt, wo erneut Justvan völlig frei vor dem Kasten steht und das Ding unter die Latte nagelt! TOOOR! Sooo muss das sein! 2:0! Geiler Torjubel!
In der 33. Minute hatte Debütant von der Hitz die Chance auf das Tor des Monats: Bernat war weit aus dem Tor draußen, um einen weiten Ball zu klären und von der Hitz versuchte den Weitschuß auf das leere Tor. Leider rechts daran vorbei, das wärs gewesen.
Nach 41 Minuten bleibt Lochoshvili nach einem Treffer seines Gegenspielers auf dem Feld liegen, war es eine Tätlichkeit? Doch der FCN nutzt die Verwirrung und spielt schnell nach vorne, wo erneut Grimaldi der Ausgangspunkt ist. Er steckt auf Nzingoula durch, der den Ball quer auf den langen Pfosten schiebt, wo Zoma lauert und per Grätsche den Ball über die Linie drückt. TOOOR! 3:0! Was ist denn hier los?
Kurz vor der Pause taucht Fukuda alleine vor Reichert auf und zielt auf das lange Eck, doch der Nürnberger Schlussmann ist schnell unten und pariert beeindruckend!
Zur Halbzeit 2 kommt der KSC mit 3 neuen Akteuren auf den Platz zurück, u.a. musste “Relegations-Retter Schleusener” in der Kabine bleiben. Doch es änderte sich wenig am Feld. Justvan geht in der 50 Minute an Burnic vorbei, legt auf Nzingoula ab, der verzögert und dann den besser postierten Zoma anspielt, der ins kurze Eck trifft! TOOOR! 4:0! Wahnsinn!
In der 58. Minute ist es plötzlich wieder etwas lauter in der Gästekurve, nachdem die KSC-Fans lange zuvor den Support eingestellt hatten. Grund: Es gibt Elfmeter für blau. Justin von der Hitz steigt Opitz auf den Fuß, relativ eindeutiger Elfer, Wanitzek verlädt Reichert. 4:1. Wirds noch mal eng?
Die 61. Minute lässt der Nordkurve den Atem stocken: Opitz bedient Wanitzek, der den Ball aber zum Glück am langen Eck vorbeischiebt.
Dann die Erlösung und das endgültige Aus der Badener Hoffnungen: Yilmaz zieht auf der linken Seite bis zur Grundlinie und hebt den Ball ans 5er Eck, wo Zoma anrauscht kommt und den Ball mit dem Kopf per Aufsetzer ins kurze Eck befördert! TOOOR! 5:1! Dreierpack für Zoma! Mega, Junge!
In die Stille in der Südkurve hinein hat Ben Farhat noch mal eine Riesenchance, doch Reichert per Fußabwehr! Sauber!
Dann die 82. Minute und Klose nutzt den Vorsprung für ein paar Wechsel mit Signalwirkung. Der 16jährige Marko Soldic kommt in die Partie und feiert damit sein Profidebüt! Herzlichen Glückwunsch! Er ist damit der jüngste Debütant in der FCN-Historie!
Während die Nordkurve den Kantersieg mit “Europapokal” feiert, lässt der Glubb die Partie austrudeln! Aus! HEIMSIEG!
Fazit:
Das hat heute Spaß gemacht! “Ramba Zamba Zoma” (Bild von Block 8) machte seinen 8. Saisontreffer und kommt auf 10 Scorerpunkte! Julian Justvan hat nach seinen beiden Treffern auch schon 11 Scorerpunkte, das sieht doch nicht schlecht aus. Und nicht zu vergessen, dass Nzingoula heute seine ersten beiden Tore aufgelegt hat.
Statistik: Tore 5:1, Torschüsse 12:11, Ballbesitz 43:57%, Zweikampfquote 49:51%, Ecken 4:5, xGoals 1,77:1,57. Da sieht man wieder, dass die Chancenverwertung einfach das Wichtigste ist! Wobei ich die xGoals-Werte heute echt anzweifeln möchte, wenn man 5 Tore erzielt und davon 3x allein vor dem Tor stand. Es waren ja nicht 5 Fernschüsse, die ihr Ziel fanden…
Für Miro Klose freut es mich sehr. Wäre das gegen den KSC schiefgegangen, hätte jeder geätzt, dass er zu lange gewartet hätte. So kann man wenigstens einen Effekt reininterpretieren. 😉 Was mich aber grundsätzlich gefreut hat, dass er diesmal bereits in der 72. Minute gewechselt hat. So konnte Scobel noch mal bissl mitspielen.
RelVoSprung -12/+6
Die Schalker sind wieder Tabellenführer. Nach einem 2:1-Sieg in Kiel konnten sie Darmstadt überholen, die in Braunschweig nicht über ein 2:2 hinauskamen. Auf Platz drei plötzlich wieder die SV Elversberg, die in Dresden einen Rückstand in einen 2:1-Auswärtssieg verwanden konnte.
Am Tabellenende aber alles beim Alten: Die Westvorstadt behält nach einer tapferen 1:0-Niederlage im Betzenberg die rote Laterne, hinter der SG Dynamo Dresden. Magdeburg ist nach einem 0:2 zuhause gegen Bielefeld wieder auf den Relegationsplatz gerutscht.
Fans:
Das Intro war heute schon der Hammer! “right now the fun is about to begin..” stand über dem Block der Nürnberger Ultras und war bezeichnend für das Spiel und den 5:1-Sieg. Die Pyroshow brachte die Augen in dem Banner “Freaks Come out at Night” (mit großem FCN) zum leuchten! Sah schon geil aus und erinnerte mich an die Choreo “bringt unsere Augen zum Leuchten” gegen den VFB Stuttgart 2014 – eine Parallele hier zum KSC zu spannen verbietet sich für jedermann, da Badener genauso wenig Schwaben sind, wie Franken keine Bayern!
Die Gästefans waren in stattlicher Zahl ins Frankenland gereist, aber stellten wie oben erwähnt bald den Support ein. Scheinbar hatte man sich verabredet, immer abwechselnd Pyro zu zünden, weshalb die Gäste ihre Bengalos einfach unten am Zaun abbrannten und sie nicht schwenkten (siehe Bild im Spielbericht). Naja, ob das vor den Strafen der DFL schützt, weiß ich nicht.
Ein besonderer Dank an dieser Stelle an Basti Grau, der heute wieder überragend Stimmung machte! Meine Lieblingssituation war, als er ob des Kantersiegs alle über Lautsprecher ermahnte “Das wichtigste ist, das Ergebnis sachlich einzuordnen” um damit “Erste Runde Bukarest…” anzustimmen! 🙂 Nicht zu vergessen auch Kerners Kombo mit “Iech bin a Glubberer”.
Nett fand ich auch, dass die Fans nach dem Spiel einen kurzen “Miro Klose”-Sprechchor anstimmten. Sehr schön… ein “Zoma-Sprechchor” noch, das wäre es perfekt gewesen.
Nun muss der FCN am kommenden Freitag zum VFL Bochum reissen, die seit 8 Spielen ungeschlagen sind und den Tabellenführer besiegen konnten. Aber mit der richtigen Chancenverwertung ist mir auch vor dieser Auswärtsaufgabe nicht Bange.
Alles für rot schwarz
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Das war doch mal wieder die berühmte “Glubb-Dreifaltigkeit“, oder? Unvermögen, Pech und mal wieder eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung. Jeweils 5 Meter vor dem Tor ein “Schwinger” und ein Schuss in die Wolken, ein neuer Spieler, der dann Ball wegschlagen will und damit einen Elfmeter verursacht und schließlich eine glatt Rote Karte – schon wieder für Lubach. Aber klar, es gab auch wahnsinnig viele Fehlpässe, also der “Unvermögen-Anteil” war schon recht groß. Der 1.FC Nürnberg verliert beim SC Paderborn mit 2:1 und rutscht in der Tabelle wieder etwas nach unten – zumindest von Abstand her, der immer weiter schmilzt. Naja, irgendwann musst halt auch mal gewinnen.
Der FCN startete gut in die Partie, spielte beim Aufstiegsaspiranten gut mit und hatte nach 5 Minuten flankt Zoma in die Mitte auf Scobel, der aber leider ein Luftloch schlägt. Schade, Junge.
Doch so ging es weiter. Yilmaz mit einer Schusschance, die der Torwart grad noch um den Pfosten lenken kann (15. Minute). Erst in der 18. Minute kam Paderborn ins Spiel: Reichert konnte einen Schuss von Tigges parieren. Wenig später hatte der Nürnberger Schlussmann Glück, als er an einer Flanke vorbeifaustete und Michel den Ball an den Rücken bekommt.
Dann Aufregung: Nach einer Flanke liegt ein SCP-Spieler im Strafraum. FCN-Neuzugang Mkrtchyan versuchte einen Ball wegzuschlagen, Curda springt dazwischen und wird getroffen. Schiri sieht sich das am Monitor an und entscheidet zurecht auf Elfmeter. Tja, Markhiev ist gegen Münster wohl nicht weitgenug gerollt nach dem Foul. Klaas läuft an und verwandelt sicher. 1:0.
Jetzt ist der FCN geschockt. Keine 3 Minuten später wird der überfordert wirkende Janisch erneut überlaufen, Pass auf Castaneda, Mkrtchyan kommt nicht hinterher. Reichert lenkt die Flanke etwas ab, wo Curda von Zoma völlig alleingelassen den Ball in leere Tor bolzen kann. 2:0.
Jetzt tat der Glubb aber mal wieder was. Janisch flankt in die Mitte, ein Abpraller landet direkt vor den Füßen von Markhiev, der das Ei aus 5 Metern in die Wolken jagt. War wohl schon im Superbowl-Fieber.Â
Mal kurze Frage zwischen durch: Warum gehen in Nürnberg immer die guten Fußballer kaputt? Markiev hat vor ca. 4 Monaten bei seiner Nationalmannschaft einen Ball aus 12 Metern in den Winkel geschlenzt. Heute wurde er wohl zum Glubberer und versagt. Bei ihm ging das aber Schneller, als bei Schäffler. Der kam auch als Knipser und ging als “Chancentod”. 😉 Nein, in liebe Markhiev, der Junge ist Klasse. Aber das Ding muss man auch bei den Alten Herren in Rückersdorf machen….
Das wäre der perfekte Zeitpunkt für den Anschlusstreffer gewesen!Â
Kurz vor der Pause noch mal ein Hingucker: Klaas schlenzt einen Ball aus 30 Metern sehenswert auf dem langen Winkel und Reichert fliegt wie einer der Falken von der Nürnberger Kaiserburg und kratzt den Ball aus der “Gambel”! “Gut von beiden” würde ich da im Training rufen. 😉
Nach der Pause wirft Klose Antonio Grimaldi ins Spiel, alle Zeichen auf Aufholjagt! Aber ach: Lubach vertändelt in der 51. Minute den Ball und versucht mit einer Grätsche den Verlust zu retten – und sieht dafür Rot. Ich zitiere den Kicker: “Er sieht Rot, das ist eine sehr harte Entscheidung. Das Foul war sicherlich Gelb-würdig, aber nicht über dem Knöchel. Und eine Notbremse nicht gegeben, da es kein klarer Durchbruch von Curda war”. Naja, wie sagt man in der Nordkurve “seit ’68 werma blouß beschissen” 😉
In der 57. Minute grätscht Markhiev nach einem Ball, trifft seinen Gegner nicht, sieht aber trotzdem Gelb. Tja, kurz zuvor kann Reichert sich abermals auszeichnen, als er gegen Michel rettet.Â
Dann die 75. Minute: Yilmaz setzt einen Einwurf auf Lochoshvilli, der im Strafraum den Ball mit der Brust annimmt, sich dreht und den Ball in die Maschen zimmert! TOOOR! Wahnsinnskiste, Junge! 2:1! Kommt der Glubb in Unterzahl noch mal ran?
Die 81. Minute hat eine Becker-Chance für uns, die aber geblockt wird. Nur 3 Minuten später kommt Grimaldi Höhe Elfmeterpunkt zum Kopfball, Seimen wehrt zur Seite ab, wo der eingewechselte Nzingoula den Ball erkämpft und auf Zoma ablegt, der aus acht Metern den Ball auf die Tribüne jagt.
Die Nachspielzeit spielt Paderborn dann mit allen Tricks ruhig zu Ende und verpasst uns mal wieder eine Auswärtsniederlage.
Fazit:

Schade, FCN, das musste nicht sein. Dieses Zitat von Günther Koch von 1999 kam mir in den Sinn, da das Tabellenende wieder näher kommt. Bei der Auswärtstabelle ist dieses Ende schon da: Wir sich die schlechteste Auswärtsmannschaft, Leute.
Statistik: Tore 2:1, Torschüsse 15:7, Ballbesitz 55:45%, Zweikampfquote 56:44%, Ecken 6:5, xGoals 1,73:0,71. Ja, obwohl ich hier die Chancen aufgezählt habe, geht die Niederlage natürlich in Ordnung.
Trainer Miro Klose versaut grad seine respektable Bilanz. Nach den Siegen gegen Hannover und Elversberg hatte er gute Karten, in Nürnberg seinen Vertrag zu verlängern. Laut “gut informierten Kreisen” hat Klose seit der Zeit auch einen verbesserten Vertragsvorschlag des FCN vorliegen, zögert aber gewaltig, weil scheinbar seine Spielerwünsche nicht realisiert werden. In der Spieltags-PK sagte er auf die Frage nach seiner Vertrag und der längerfristigen Planung vielsagend “längerfristig ist in Nürnberg immer so einen Sache”. Da macht man sich natürlich keine Freunde, auch wenn er in einem anderen Interview schon zurückruderte und es auf die vielen Spieler bezog, die den Verein verlassen wollen oder bereits haben. Nunja, Twitter-Umfragen geben schon wieder ganz sicher das Ergebnis wider, sich von Klose zu trennen. Tja, da passt eine Fehlpass-Niederlage gerade gut ins Konzept. Wir werden es sehen.
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Diese Liga wird immer komischer! Aber wir haben einen neuen Tabellenführer: Darmstadt steht nach einem 4:0 gegen Kaiserslautern auf Platz 1 und überholt damit die Schalker, die gegen den 17. Dresden ein 2:0 verspielten und nur einen Punkt ergattern konnten. Auf 3 steht Paderborn.
Am Tabellenende steht weiterhin die Westvorstadt, die am Freitag gegen Magdeburg zuhause mit 4:5 verloren haben. Dresden bleibt auf 17 und Münster steht auf dem Relegationsplatz nach einem 1:1 gegen Bochum.
Fans:
Das sah richtig gut aus und hörte sich gut an: Knapp 2.000 mitgereiste Glubberer machten in Paderborn ordentlich Stimmung und füllten eindrucksvoll die Gästekurve. Leider habe ich kaum einen gefunden, der mir Bilder liefern konnte. Das muss besser werden, Freunde!
Jetzt kommt am Freitag, den 13. der Karlsruher SC ins Max-Morlock-Stadion und Klose, wie auch der ganze FCN brauchen unbedingt einen Heimsieg. Dann könnte man wieder das Polster zum Tabellenende ausbauen – geht es schief, verfällt man sicher bald in Panik im “schwierigen Umfeld“.Â
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Danke für das Bild, Leon
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Torjubel von Zoma
Leute, sorry für den späten Bericht, aber ich stecke voll im Wahlkampf. Und im Augenblick überlege ich, ob ich einfach die Berichte der letzten Wochen hier reinkopiere. Denn wieder muss man sagen: Das Ding muss man einfach gewinnen. Und wieder: Wenn Du Deine Chancen nicht machst, dann…. langsam geht es mir auf den Keks. Der 1.FC Nürnberg spielt gegen Preussen Münster zuhause ein vollkommen überlegenes Spiel nur 1:1-Unentschieden. Dabei zelebriert die Truppe eigentlich einen ganz passablen Fussball, kreiert Chancen, macht diese aber nicht rein. Wie gegen Darmstadt muss der Gegner nur auf den entscheidenden Fehler warten. Sehr ärgerlich.
Eine Anfangsphase aus dem Bilderbuch – nur die Seite mit den Toren fehlte in dem Buch: In der 1. Minute läuft Zoma alleine auf den Torwart zu, der pariert den Versuch genauso wie Justvans Nachschuss. Dann die 2. Minute und Lubach zirkelt einen Fernschuss an den Innenpfosten, leider springt der Ball “wieder raus.
In der 6. Minute steckt Justvan auf Zoma durch, der Stürmer umkurvt den Keeper und will gerade ins leer Tor schießen, dann fliegt noch ein Müsteraner heran und klärt den Ball. Wie kann es jetzt noch 0:0 stehen?
Doch es geht so weiter: Markhiev wird in der 11. über rechts geschickt, passt in die Mitte auf Lochoshvilli, doch dessen Schuss geht am Pfosten vorbei! Nur 5 Minuten später kommt Justvan zum Schuss, doch Ball zischt knapp am linken Pfosten vorbei.
Auf einmal steht in der 26. Minute ein Preusse vor dem Nürnberger Tor und jagt seine Chance in die Wolken. Warnung angekommen, Jungs? Nur 3 Minuten später rumpelt Zoma wieder alleine auf Keeper Schenk zu und scheitert wieder.
Scobel bringt sich kurz vor der Pause auch noch mal mit einer starken Aktion ein und bedient Zoma, aber es geht mit 0:0 in die Pause.Â
In der 48. spielt Zoma alle im Strafraum schwindlig, aber passt zu hoch auf Scobel, sodass der Ball am Tor vorbeigeht.Â
Und da unser Glubb nicht unser Glubb wäre, ohne die “Glubb-Dreifaltigkeit“: Denn zu Unvermögen und dem Pech (Pfostentreffer) kommt auch immer noch der Schiedsrichter dazu: Markhiev wird im Strafraum gefoult. Referee Prigan gibt aber lieber dem Finnen die Gelbe Karte statt Strafstoß, weil ihm das zu wenig war und Markhiev sich zu sehr beschwert hat. Sagen wir es so: In der AllianzArena wird der Elfer gepfiffen. 😉
Doch in der 56. Minute endlich die Erlösung: Münster spielt unsauber von hinten raus, Zoma kann einen Pass erlaufen und nagelt sofort aufs lange Eck! TOOOR! 1:0! Endlich! Wie verdient kann man führen!
Doch mal wieder: Aus dem Nichts der Ausgleich! Der Glubb rückt auf, Münster kontert über die verwaiste linke Seite, Hendrix spielt einen Doppelpass mit Kirkeskov und schiebt den Ball locker ins rechte Eck. 1:1. Das kann doch nicht Euer Ernst sein.
Der FCN nun geschockt: Münster drückt weiter und Reichert muss das 1:2 parieren (75. Minute).
Das Trainerteam um Miro Klose wartet aber noch mal 10 Minuten, bis es einen Dreifachwechsel gibt. Man wirft nun alles nach vorne.Â
Aber mehr wie ein Schüsschen in der 93. Minute springt nicht mehr raus. 1:1. Schluß.
Fazit:
Unfassbar, zur Halbzeit muss man 3:0 führen, dann wird das Spiel nie wieder ein Problem. Aber irgendwie klappt das seit Elversberg nicht mehr, zu viele Chancen werden versemmelt. Klar, wir hatten in der Hinrunde auch Spiele, in denen wir nur 1x aufs gegnerische Tor geschossen haben. Also so gesehen, ist das schon eine Verbesserung. Aber die Jungs müssen sich endlich belohnen.
Statistik: Tore 1:1, Torschüsse 17:10, Ballbesitz 54:46%, Zweikampfquote 54:46%, Ecken 7:2, xGoals 1,81:0,89. Diesmal haben wir es sogar geschafft, jede Statistik zu gewinnen. Ich fass es nicht, dass diese Überlegenheit nicht in drei Punkte verwandelt wurde.Â
Und Trainer Miro Klose? Für meinen Geschmack wartet er immer zu lange mit seinen Wechseln. Das war in Magdeburg ganz krass, und heute wieder. Wenn neue Spieler etwas verändern sollen, dann brauchen sie auch mal mehr Zeit, als erst in der 85. reingeschmissen zu werden. In der 70. Minute sollte man schon eingreifen können. Schön aber, dass Neuzugang Rabby Nzingoula gleich mal spielen durfte. Natürlich fehlte ihm die Bindung zu Truppe, aber ich denke schon, dass der was kann am Ball.
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Ein komischer Spieltag, echt. Schalke bleibt Tabellenführer, obwohl sie das Ruhrderby in Bochum 2:0 verlieren. Elversberg schiebt sich durch einen 3:1-Sieg in Lautern auf Platz 2 und Darmstadt bleibt auf dem 3. Platz, obwohl man bei Hertha Berlin aus einem 2:0 noch ein 2:2 machen konnte. Der nächste Glubb-Gegner Paderborn steht nach einer 2:1-Niederlage in Düsseldorf auf dem 4. Platz.
Am Tabellenende erwecken Tote wieder zum Leben: Die Westvorstadt gewinnt 2:1 in Kiel, bleibt aber dennoch Schlusslicht, da Dresden durch ein 1:1 gegen Bielefeld an Magdeburg vorbeizieht, die nach einer 1:2-Niederlage zuhause gegen Hannover Vorletzter sind.Â
Wenigstens haben wir unseren Abstand auf die Abstiegsrelegation auf 6 Punkte vergrößert – hätte aber mehr sein müssen!
Fans:
Gute Stimmung im Max-Morlock-Stadion, das muss man sagen, auch wenn die Zuschauerzahl wieder sehr mau war. Nur 26.170 Zuschauer kamen bei nasskalten Witterungsverhältnissen zum Zuschauen. Scheinbar haben sich wirklich die ganzen Oberfranken, Unterfranken und Oberpfälzer nicht ins Stadion getraut – was zur Zeit verständlich ist, wie unregelmäßig die Öffis fahren.
Die Gäste kamen mit einem ordentlichen Trupp, was an einem Freitag-Abend die selbstverständlich ist.Â
Nun muss der FCN am kommenden Samstag nach Paderborn zum Tabellenvierten. Eine Übermannschaft ist auch das nicht, aber man muss halt seine Chancen mal reinmachen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.Â
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Da machst Du ein Top Auswärtsspiel, doch fährst mit leeren Händen heim. Aber so ist das: Gegen Elversberg hast Du das Glück aus einem Unentschieden einen späten Sieg zu machen, gestern aus einem 0:0 eine Niederlage. Unterm Strich hast so einen Punkt mehr als mit zwei Unentschieden, aber dennoch ist es ärgerlich. Der 1.FC Nürnberg verliert bei Darmstadt 98 mit 2:0 und kann sich rausreden, dass das mit Miro Klose an der Seitenlinie nicht passiert wäre, denn der Clubtrainer war nach dem Platzverweis gegen Elversberg gesperrt. Was für das nächste Spiel dann wieder hoffen ließe, da Klose dann wieder dabei ist.
Darmstadt legte los wie die Feuerwehr, aber schon nach 5 Minuten schwamm sich der Glubb frei. Lochoshvili mit einem Schuss, den Schuhen aber abwehren kann.
In der 22. Minute leitet Lubach auf Porstner, der bei seinem ersten Startelfeinsatz abzog, doch leider konnte wieder der Darmstädter Keeper parieren. Nur 2 Minuten später ist es Zoma, der sich gegen Maglica durchsetzen kann, aber sein Querpass auf Scobel wird per Grätsche geklärt.
Der FCN weiter spielbestimmend. Doch erst in der 42. das nächste dicke Ding: Justvan bedient Scobel, dessen Schuss aber leider knapp am langen Eck vorbeizischt.
Wieder 2 Minuten später wird Justvan von Zoma bedient und schließt ab. Schuhen bringt gerade noch die Fäuste nach oben. Ach komm schon! Des muss doch mal klappen! Kicker zur Halbzeit: “…der Club acht Abschlüsse neben und drei auf das Tor”.
Nach der Pause wird Darmstadt nun gefährlicher, aber der Glubb ist weiter das tonangebende Team. Doch da ich gerne Fußballweisheiten hier breittrete, muss ich wieder mit “wenn Du Deine Dinge nicht machst” kommen: Nach einer Ecke will Gruber klären, nur tut er das flach und genau vor die Füße von Hiroki Akiyama, der das Ei zur unverdienten Führung in die Maschen wuchtet. 1:0, 60. Minute. Mist ey.
Der Glubb nun etwas geschockt, kommt erst in der 72. wieder zu einer Möglichkeit. Drexler trifft aber nur das Außennetz. Dann eine Ecke für Nürnberg. Richter mit einem Befreiungsschlag der schichten Sorte. Justvan geht als letzter Mann ins Laufduell mit Marseiler, statt den Ball auf seinen Keeper zu passen, oder ihn wie er selbst sagt “über die Tribüne zu dreschen”. Er verliert den Ball gegen den Darmstädter, der somit völlig frei vor Reichert steht und das Spielgerät gekonnt über den Schlussmann ins Tor hebt. 2:0, 75. Minute.
Justvan nun geknickt, dass das sein Fehler war, weiß er selbst. Seine Teamkameraden klopfen ihm auf die Schultern, ja, kann passieren. Justvan wird wie Porstner ausgewechselt, was nix mit dem Fauxpas zu tun haben dürfte.
Nun sind die Lilien das tonangebende Team. Nürnberg versucht mit Einwechslungen noch mal alles, aber mehr wie eine Schüsschen von Grimaldi kommt nicht mehr zustande. Eine unglückliche sowie unnötige Niederlage.
Fazit:
Schade FCN, aber ich freue mich dennoch über die Leistung unserer Jungs. Scobel wurde krass kaltgestellt, aber er wird daran wachsen und in Zukunft besser damit zurecht kommen. Zoma macht Spaß und für Porstner freut es mich sehr, dass er seine Leistung bringen konnte.
Erstaunlich war ein unglaublicher Move eines LInksaussen in der zweiten Hälfte, der auf dem Bierfilzla gleich zwei Darmstädter aussteigen ließ… das war Biron. Also scheint Klose genau das von dem Jungen im Training zu sehen und ihn darum immer wieder Chancen zu geben. Ich hoffe, er kann sowas öfter mal im Spiel abrufen, wenn er mal wieder nen Einsatz bekommt.
Statistik: Tore 2:0, Torschüsse 10:18, Ballbesitz 48:52%, Zweikampfquote 49:51%, Ecken 3:6, xGoals 0,86:0,83. Das spricht für sich, dass man alle Statistiken hier “gewonnen” hat, nur die wichtigste für Darmstadt ausschlägt.
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Wir beginnen mit dem Tabellenletzten aus der Westvorstadt, der wieder Schlagzeilen machte mit einem Platzverweis nach 1 Minute. Dennoch wurde gegen Braunschweig zuhause ein 0:0 ermauert und nach nach dem 2:1-Sieg von Dresden in Magdeburg bleibt Fürth auch Letzter. Auf der Abstiegsrelegation Fortuna Düsseldorf nach einer 2:1-Niederlage in Hannover.
An der Spitze bleibt der FC Schalke, ganz egal wie man gegen Lautern spielen wird und ob der 39jährige Dzeko aufgestellt wird. Elversberg auf 3 kann Darmstadt noch vom 2. Platz verdrängen.
Fans:
Danke Ultras! Das muss ich gleich zu Beginn sagen! Denn ich hatte Sitzplatzkarten und fürchtete, da die Ultras Stimmung am Oberrang ankündigten, dass ich 90 Minuten lang Fahnen anschauen muss. Aber es gab einen Block für die Normalos, da war ich sehr froh. Denn auch wenn ich mich bisweilen aufrege, ich will das Spiel natürlich trotzdem sehen.
Vom Stadion war ich enttäuscht. Denn zuletzt war ich hier in der Regionalliga 1996/97 und dachte, dass der Umbau ein erstligareifes Stadion gebracht hat. Aber das Ding ist ja kleiner als der Ronhof. Gerade die Fantribüne hinter dem Tor (siehe letztes Bild im Spielbericht) ist fast schon peinlich.
Und an dieser Stelle für alle, die sich über unser Stadionerlebnis in Nürnberg aufregen: In Darmstadt sind die Bierstände noch langsamer. 😉
Jetzt kommt Preussen Münster am kommenden Freitag ins Max-Morloch-Stadion und unser Glubb sollte versuchen, den Abstand zu den Abstiegsplätzen mit einem Heimsieg anwachsen zu lassen. Hoffentlich wieder mit Treffern vom “Pistol-Piet”.
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Was für ein Heimspiel! Was für ein Sieg! Und vor allem: Was für ein Debüt von Piet Scobel! Der 20jährige Stürmer machte bei seinem ersten Einsatz von Beginn an ein mega Spiel und konnte mit zwei Toren zum Heimsieg beitragen. Zuvor hatte aber Torhüter Jan Reichert den Glubb “am Leben gehalten”, in dem er in 85. Minute einen Strafstoß parierte. Der 1. FC Nürnberg schlägt SV Elversberg mit 3:2 und schafft nach dem 2:1-Sieg gegen Hannover den nächsten Sieg gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte! Das Team von Miro Klose kam also hervorragend aus der Winterpause, damit dürfte wohl demnächst die Vertragsverlängerung mit der Trainer verkündet werden. Laut Medien soll ihm bereits ein Angebot vorliegen. Wir werden es sehen.
Das Spiel beginnt mit aktiven Gästen, aber schon nach wenigen Minuten übernahm der FCN das Ruder. In der 7 Minute schlägt Becker einen Eckball in die Mitte und Scobel kommt zum Kopfball. Torhüter Kristof pariert stark. Zu diesem Augenblick war Scobel bereits gefährlicher als Stepanov, Telalovic und Biron in der gesamten Hinrunde, so ein paar böse Zungen in der Nordkurve. 😉
In der 17. Minute kann sich der agile Zoma über links durchsetzen, schafft aber leider nicht den Querpass zum völlig freien Scobel. Zwei Minuten später setzt Justvan einen Fernschuss an die Latte und Scobel wirft sich mit einem Flugkopfball in den Abpraller – der Ball geht nur Zentimeter am langen Eck vorbei. Oh mann, das wäre es gewesen.
In der 23. ist es Yilmaz mit einen Gewaltschuss, den Kristof nur abwehren kann und wieder ist es Scobel, der den Abstauber zum Kopfball nutzt. Leider wird der Ball auf der Linie geklärt.
Nach einer halben Stunde wieder Möglichkeiten für Nürnberg: Scobel per Flachschuss und Lubach aus 18 Metern, Kristof kann sehenswert klären.Â
Doch wie eine alte Fußballweisheit besagt, wenn Du “vorne Deine Dinge nicht machst”? Elversberg kommt in der 39. Minute gefühlt das erste Mal vor das Nürnberger Tor und macht das 0:1. Günther zieht links in den Strafraum und passt vor das Tor, wo Zimmerschied Reichert überwinden kann. Halbzeit.
Nach der geht es so weiter mit gefährlichen Aktionen des Glubbs: Zoma scheitert in der 49. mit einem tollen Schuss an Kristof. Dann die 56. Minute: Yilmaz über links, steckt den Ball auf Justvan durch, der alleine vor Kristof den Schlussmann den Ball durch die Beine schieben kann. TOOOR! 1:1! Klasse Aktion!
Jetzt tat SVE wieder mehr nach vorne. Scobel hatte in der 64. noch mal eine Kopfball-Möglichkeit, ehe fast im Gegenzug wieder Günther über links nach vorne kommt, perfekt in die Mitte zurück passt, wo Malanga alle Zeit hat und den Ball ins rechte Eck schlenzt. 1:2. Toller Spielzug, muss man einfach zugeben.
Doch der FCN ist nicht geschockt, spielt weiter munter nach vorne. In der 71. Minute treibt Lubach den Ball nach vorne, zieht in die Mitte und wuchtet den Ball an den langen Pfosten. Wieder reagiert Scobel am schnellsten und köpft den Abpraller ins leere Tor. TOOOR! 2:2! Klasse, Junge! Den Treffer hast Du Dir verdient!
In der 76. Minute dann kurzer Schockmoment: Reichert vertändelt als letzter Mann den Ball, Stange kommt an den Ball und bedient in der Mitte Malanga, dessen Schuss zum Glück Lochoshvilli vor der Linie retten kann.Â
In der 80. Minute kommt es im Strafraumduell zwischen Yilmaz und Schmahl wohl zu einem Foul und Schiedsrichter Konrad Oldhafer zeigt auf den Punkt. Trainer Klose echauffiert darüber lautstark und sieht die gelbe Karte. Dadurch wohl noch mehr in Rage, tritt Klose einen Flasche weg, sieht dafür gelb-rot und muss den Innenraum verlassen. Lochoshvilli und Yilmaz sehen auch noch Gelb, dann erst kann Stange zum Elfmeter antreten: Stange zielt auf das linke Torwarteck und Reichert fliegt in genau dieses und lenkt den Ball um den Pfosten! Ein Jubel wie nach einem Tor geht durchs Stadion und auch der Schlussmann lässt sich zurecht feiern! Mega stark!
Ein Wort noch zu Konrad Oldhafer: Durch den Sieg sieht man alles entspannter, aber er hat sehr eigenartig gepfiffen. Schon in der ersten Hälfte hätte er für Keidels Fouls Gelb zeigen müssen, was er aber bei Zoma getan hat, der aber den Ball spielt und danach erst den Elversberger trifft. Ein gellendes Pfeikonzert verabschiedete den Referee.
Dann die Nachspielzeit. Der eingewechselte Baak legt links auf Yilmaz ab, der in die Mitte flankt, wo Piet Scobel den Ball per Kopf ins lange Eck wuchtet! TOOOR! 93. Minute! Lucky Punch zum Heimsieg! Überragend!
Fazit:

Der FCN kommt immer besser in Fahrt! Der 7:1-Testspielsieg über Grasshoppers Zürich war wohl kein Zufall, denn dort hatte Scobel auch doppelt getroffen. Doch dieses Spiel gegen Elversberg war ein Spiel der Superlative für den Jungen: Der erste Doppelpack eines Glubberers diese Saison, 12 Torschüsse ein ligaweiter Saisonrekord! Und seine beiden Kopfballtore haben die Ausbeute am Kopfballtreffern der Hinrunde einfach verdoppelt! Wahnsinn der Kerl! Aber auch die restliche Truppe zeigte ein Klasse-Spiel:
Statistik: Tore 3:2, Torschüsse 27:13, Ballbesitz 50:50%, Zweikampfquote 55:45%, Ecken 7:3, xGoals 2,73:2,28. Die hohe xGoal-Quote für Elversberg kommt nur über den verschossenen Elfmeter und die Chance nach Reicherts Ballverlust zustande. Aber der Schlussmann hat seinen Fehler mit dem gehaltenen Elfmeter mehr als wettgemacht!
Gefreut habe ich mich dann auch noch darüber, dass Noah Maboulou auch noch zu Einsatz kam. Ein Dankeschön wohl, da er im Test gegen Zürich auch doppelt getroffen hatte.
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Der Sieg half vor allem unseren Schalker Freunden! Der Tabellenführer aus dem Pott kam in Berlin nicht über ein 0:0 hinaus, doch Nürnberg schlug den Tabellenzweiten, sodass deren Vorsprung sogar angewachsen ist. Auf 3 der nächste Gegner Darmstadt nach einem 3:3 in Bochum.Â
Am Tabellenende sehen wir ein neues Schlusslicht: Die grünen Herrschaften aus der Westvorstadt haben das Kellerduell in Dresden mit 2:o verloren, was die Sachsen nun auf den 17. Platz bringt. Auf Platz 16 nun Arminia Bielefeld.Â
Fans:

Nur 25.639 Zuschauer fanden den Weg in Max-Morlock-Stadion, was sicherlich mit den winterlichen Temperaturen und dem mageren Gästeanhang zusammenhängen dürfte. Die Nordkurve war dagegen gut gefüllt und auch sehr stimmgewaltig! Trainer Klose erwähnte diesmal in der PK sogar, das die Fans die Mannschaft nach vorne gepeitscht hat.
Nun muss der Glubb am kommenden Freitag zum Tabellendritten nach Darmstadt. Ich war sicher, dass wir gegen Hannover verlieren, ich war sicher dass wir gegen Elversberg verlieren, als bin ich jetzt wieder sicher, dass wir verlieren. Aberglaube ist schon manchmal lustig.
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Was für ein Nachmittag! Eine Einladung in die VIP-Lounge und einen Heimsieg! Mit keinem von beiden habe ich gerechnet, umso schöner die Überraschung! Der 1.FC Nürnberg schlägt Hannover 96 mit 2:1 und kann nun völlig entspannt als Tabellenachter die Winterpause verbringen. Grundlage für diesen Sieg war ein glänzend aufgelegter Reichert, der den Gegner in Halbzeit 1 zermürbt hat, sodass die Offensive 2x schön kontern konnte. Jetzt werden auch die Klose-Kritiker wieder etwas ruhiger.
Das Spiel begann wie erwartet: Hannover drückte den Glubb, bei dem die beiden Spielmacher Markhiev und Justvan fehlten, in die eigene Hälfte. Zudem leistete sich schon in der 6. Minute Lochoshvilli einen Ballverlust im eigenen Strafraum, der 96 eine dicke Möglichkeit bescherte, doch Reichert konnte stark mit dem Fuß retten.
In der 17. steht wieder Reichert im Mittelpunkt, als er einen verdeckten Schuss parieren konnte und beim Nachschuss auch noch mal alles zeigen konnte.
Doch gleich 2 Minuten danach drücken die Niedersachsen weiter: Oudenne wird steil in den Strafraum geschickt, er chipt den Ball auf die andere Seite, wo Neubauer völlig frei köpfen kann, doch Reichert pariert wieder. Doch Källmann kann den Nachschuss diesmal ohne Mühe verwerten. 0:1. Das hat sich angebahnt.
Hannover spielt es nun überlegt runter, lässt den FCN laufen, der keinen Zugriff mehr hat. In der 42. Minute steht plötzlich Yokota alleine vor Reichert und schließt ab, doch der Nürnberger Schlussmann hält erneut bravourös!
In der 44. schlägt Gruber denn Ball weit nach vorne, Grimaldi kann in den Lauf von Lubach verlängern, der bei der Ballmitnahme etwas Schwierigkeiten hatte, aber dennoch zum Abschluss kommt und denn Ball ins lange Eck setzt! TOOOR! 1:1! Ein Tor aus dem nichts!
Nach der Pause der FCN wie ausgewechselt. Yilmaz über links und Drexler mit einer missglückten Volleyabnahme. Oh mann!
Dann die 49. Minute: Drexler spielt von hinten raus und schickt Zoma über rechts. Die Ballannahme des jungen Italieners ist Zucker! Er nimmt Geschwindigkeit auf, überläuft seinen Gegenspieler, bleibt vor Ex-Fürther Noll so cool wie Tzimas dereinst und lupft den Ball ins Tor! TOOOR! 2:1 für Nürnberg! Unfassbar!
Hannover nun sichtlich geschockt, brachte nun weit weniger zustande als in der ersten Hälfte. Was aber auch an der Umstellung von Miro Klose auf 4-1-4-1 lag.Â
Mitte der 2. Hälfte gab es dann noch mal ein paar Tumulte, da Torhüter Noll behauptete, Diop hätte ihn angespuckt. Die TV-Bilder geben dazu nichts her und so bleibt es erstmal bei der Anklage des Torhüters. Klose meinte nach dem Spiel in der PK, dass er nichts mitbekommen hätte und sich entschuldigt, falls er so gewesen sein sollte. Er würde mit Diop das Gespräch suchen, aber er kann es sich nicht vorstellen. Denn “so etwas geht gar nicht” und wer ihn kennt, wisse “welche Werte” er verkörpert.
In der 88. Minute kommt nach einer Ecke Lochoshvilli völlig frei zum Kopfball, setzt diesen aber neben das Tor. Dann die Nachspielzeit, 93. Minute und Pichler taucht alleine vor Reichert auf, doch der Schlußmann schnappt ihm den Ball vor der Nase weg! Ganz wichtiger safe!
Dann pfiff der Schiri ab und Nürnberg konnte feiern! HEIMSIEG!
Fazit:
Der erste Sieg von Klose gegen ein “Top-8-Team”! Endlich! Reichert hielt uns im Spiel und dann schlugen unsere erfolgreichsten Torschützen eiskalt zu. Wenns doch immer “so einfach” wäre. Irgendwie kommt mir das vor, als wäre es das Schalke-Spiel gewesen, nur umgedreht.
Damit ist die Hinrunde gerettet, denn man darf nicht vergessen, dass wir am 5. Spieltage einfach Letzter waren!Â
Statistik: Tore 2:1, Torschüsse 10:15, Ballbesitz 32:68%, Zweikampfquote 58:42%, Ecken 3:6, xGoals 0,91:1,43. Man kann erkennen, wie überlegen 96 über weite Strecken des Spiels war. Aber die Zweikampfqoute fasziniert mich absolut.
Ich kanns immer noch nicht fassen, dass ohne Markhiev und ohne Justvan gewonnen werden konnte! Hier muss man echt Tom Baack hervorheben, der schon als Fehleinkauf abgestempelt seine Sache echt gut machte. Klose wechselte erst aus, als er gelb-rot gefährdet war.Â
Und Grimaldi rechtfertigte mit der Vorlage zum 1:1 seinen Einsatz, obwohl ich ihn lieber in den letzten 20 Minuten sehen würde. Aber “leider” kommt keiner der anderen Stürmer an ihm vorbei.
RelVoSprung -11/+5
Dieser Sieg kam zur richtigen Zeit! Der FCN steht nun auf Platz 8 und kann entspannt die Winterpause zur Weiterentwicklung nutzen. An der Tabellenspitze steht natürlich der FC Schalke, obwohl die bei Eintracht Braunschweig mit 2:1 verloren. Auf 2 der SV Elversberg, der in Münster nicht über ein 1:1 hinaus kam, vor Darmstadt und Paderborn auf Platz 4, die am Freitag gegeneinander 2:2 gespielt haben.
Am Tabellenende ist Dynamo Dresden nach der 2:1-Niederlage in Kiel fast schon etwas abgeschlagen, auf Platz 17 die Westvorstadt nach der 2:1-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf, die damit das Kleeblatt überholen konnten und auf dem Relegationsplatz überwintern.
Fans:

Das hat mir natürlich gefehlt bei meinem Besuch der VIP-Lounge: Die Stimmung in der Nordkurve! Auch wenn die Kids auf der Haupttribüne um mich rum begeistert waren, dass da endlich mal jemand mitgesungen hat. 😉 Der Glubb freute sich über 34.022 Zuschauer, was bei den Temperaturen und dem “nahenden Tabellenende” echt respektabel ist. Aber auch Hannover ist mit beeindruckend großem Anhang im Max-Morlock-Stadion aufgeschlagen und sangen “wer nicht hüpft, der ist Braunschweiger”. 😉
Denn in Loge und Haupttribüne konnte ich das endlich mal hören. Und an dieser Stelle mal a Bissla Werbung:
Gönnt Euch mal die VIP-Lounge beim Glubb, oder lasst es Euch schenken. Denn die Stimmung da drin ist so herrlich, mit ehemaligen Spielern und TV-Stars (Selfie mit dem Bergretter hab ich). Und es ist auch nicht so, dass sich bei freien Getränken die Leute irgendwie daneben benehmen oder so. Ich war echt geflasht. Kein Wunder, dass das im Fußball so sehr nachgefragt wird und viele Vereine diese Bereiche ausbauen!
Aber beim nächsten Mal stehe ich wieder im meiner Nordkurve, da falle ich wenigstens mit meinem “EY SCHIRI HÖR HALT AUF!” nicht sonderlich auf. 😉
Der Glubb-Blog wünscht Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest, nutzt die Zeit dafür um runterzufahren nach dem Vorweihnachtsstress, und kommt gut rüber ins neue Jahr 2026!
Alles für rot-schwarz
Tags: Clubspiel, Hannover 96










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